Ja… in meinem Fall kann ich das mit einem klaren „Ja!“ beantworten. Auch, wenn ich mir das so, in dieser Form,  nie vorstellen konnte so lange an einem Ort zu sein und beruflich nicht mehr zu reisen.
Um ganz ehrlich zu sein, hätte mich das auch völlig irritiert, wenn mir heute vor einem Jahr jemand gesagt, hätte, dass ich im März (2020) bis auf Weiteres das letzte Mal nach Frankfurt fliege. Und ich auch nicht mehr zum Arbeiten nach München, oder Wien fahren werde. Sondern stattdessen einfach nur noch von zu Hause aus arbeite und mich über Zoom, oder Teams mit meinen Klienten treffe.

Jetzt, 9 Monate später, kann ich aber wirklich überzeugt glücklich sagen, dass es mir damit unglaublich gut geht. Ich hab‘ einen ganz neuen Tagesablauf für mich definiert, viel weniger Stress als früher und nutze die Zeit, die ich sonst im Flieger, oder Zug verbracht habe, für mich selbst und Bewegung in der Natur. Ich habe tagsüber plötzlich Zeit mal einen schönen langen Spaziergang zu machen, am Abend zu kochen, immer im eigenen Bett zu schlafen und nicht wie sonst auch sehr viel in Hotels. Insgesamt ist es, so wie es ist, einfach perfekt. Für den Moment.

 

Soll das jetzt immer so bleiben?

Nein… das wiederum möchte ich auch nicht. Aber… für jetzt, für diesen einen Augenblick unserer Zeit in dem die Welt sich wegen eines Virus gänzlich neu erfinden muss, nutze ich die Zeit mich auch neu zu erfinden. Und wieder glücklich zu sein. Das war ich in meinem früheren Hamsterrad nämlich gar nicht mehr. Auch, wenn mir das nie so wirklich aufgefallen ist. Weil ich es ja nicht anders kannte. Jetzt merke ich  aber, dass es mir so viel besser geht. Wobei ich mich natürlich auch schon riesig freue wieder etwas unternehmen zu dürfen. Mit einer Freundin auf einen Café gehen, zum Abendessen, auf ein schönes Glas Wein. All diese Dinge vermisse ich. Dennoch genieße ich auch meine Abende auf der Coach mit einer grooooßen Tasse Tee und einem schönen Buch.

Jede Zeit hat etwas was uns glücklich macht. Wir müssen es nur zulassen. Wenn wir die Zeit jetzt damit vergeuden nur das Schlechte zu sehen und kollektiv zu jammern, was wir gerade alles nicht tun dürfen verpassen wir so viele Möglichkeiten uns selbst wieder kennen zu lernen und alle Möglichkeiten für uns zu nutzen, die wir sonst vielleicht nie gesehen hätten.

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